bullet1 Essen und Trinken in Hagen


Wenn man heute durch Hagen schlendert, findet man eine recht stattliche Anzahl verschiedener Lokale, in denen man international speisen kann. Nähert man sich dem Ortszentrum findet man sowohl italienische als auch griechische Küche. Und je nach Fahrtrichtung findet man weitere Lokale mit internationalen Spezialitäten aus aller Herren Länder. Und neuerdings heißt der alte Gasthof zur Linde wieder "Zur Linde".

Auch Cafés gibt es inzwischen recht viele.


Aber wie war es denn noch vor einigen Jahrzehnten?

Es gab eine Reihe von Lokalitäten, in denen man gut und reichlich speisen konnte - jeder Wirt hatte seine Spezialitäten - aber im Prinzip war es gutbürgerliche Hausmannskost, die überall auf der Speisekarte stand. Bratkartoffeln mit Frikadelle, Spiegelei und saurer Gurke, Jägerschnitzel mit Jägersoße, Gemüse der Saison und Klößen, Schweinebraten mit Salzkartoffeln und Rotkohl, Wildschweinbraten mit Preiselbeeren und Semmelknödeln. Und vorweg meistens eine Hochzeitssuppe mit Eierstich, Nudeln, Blumenkohl, Erbsen und Hackklöschen.

In der Wintersaison tummelten sich an jedem Wochenende viele Tagestouristen im Ort, um im Hotel "Auf dem Keller" Grünkohl nach Hagener Zubereitung zu genießen. Junge, Junge, da war vielleicht was los! Viele Gäste begannen ihre Kohlfahrt schon an der Kreuzung in Börsten, um sich dann nach einem ordentlichen Spaziergang auf "Kohl und Pinkel" zu stürzen. Oft standen fünf oder mehr Busse auf dem Amtsplatz, um später die Gäste wieder nach Hause zu befördern.

Auch Fisch stand in einigen Lokalen auf der Speisekarte, denn der Fischereihafen in Bremerhaven war nicht fern und der Fisch war immer frisch! Seelachs, Rotbarsch oder auch Scholle gab es häufig mit Kartoffelsalat, Krabbenbrot mit Spiegelei war sehr gefragt.

Gut besucht waren zeitweilig auch Wintergarten und Café im Hotel "Auf dem Keller", zumal die Einrichtung für die damalige Zeit ansprechend war und freundliche Bedienung, aufmerksame Wirtsleute, wohlschmeckender Kuchen sowie aromatischer Kaffee oder Tee mit Kandis den Aufenthalt zum Genuss machten.

Alles spielte sich vor unseren Augen ab, denn das Ziel vieler Tagesgäste war das Hotel "Auf dem Keller", welches gegenüber unserem Haus lag. Klar, wenn dort bis spät in die Nacht mit lauter Musik gefeiert wurde, hat uns das schon einmal den Schlaf geraubt, aber es war doch immer etwas los!


Schauen Sie in das "Haus am Amtsplatz 7" und Sie werden staunen, was ansonsten zu meiner Zeit in Hagen los war.


Klicken Sie auf das folgende Bild und es wird sich Ihnen durch eine Leseprobe ein Blick in die Vergangenheit öffnen.




Das ehemalige Hotel "Auf dem Keller" war mehr

als nur ein altes Hotel mit Gaststube und Kegelbahn .....









Bitte senden Sie Ihre Kommentare an Rolf Augustin. Dieses Dokument wurde zuletzt aktualisert am 20.09.2010.